Beschwerden & Symptome

Antriebslosigkeit und Leistungsabfall beim Mann

Wenn Motivation und Belastbarkeit nicht mehr dieselben sind

Manche Veränderungen entwickeln sich schleichend: Das Training fällt schwerer, berufliche Aufgaben kosten mehr Energie oder die Motivation für Aktivitäten nimmt ab, die früher selbstverständlich waren.

Ein solcher Leistungsabfall kann viele Ursachen haben. Entscheidend ist deshalb zunächst, genauer zu unterscheiden: Fehlt vor allem die Motivation? Ist die körperliche Belastbarkeit geringer geworden? Besteht gleichzeitig Müdigkeit, schlechter Schlaf oder eine Veränderung der Stimmung?

Unterschiedliche Ursachen – ähnliche Beschwerden

Antriebslosigkeit kann unter anderem mit chronischem Stress, Schlafproblemen, psychischen Belastungen, Bewegungsmangel, Stoffwechselerkrankungen oder Medikamenten zusammenhängen.

Auch depressive Erkrankungen können sich beim Mann nicht nur durch Traurigkeit, sondern beispielsweise durch Antriebsmangel, Reizbarkeit oder Konzentrationsprobleme bemerkbar machen.

Eine sorgfältige Anamnese hilft deshalb, körperliche, psychische, metabolische und hormonelle Faktoren gemeinsam zu betrachten.

Kann Testosteron eine Rolle spielen?

Ein Testosteronmangel kann mit verminderter Motivation, Fatigue und reduzierter körperlicher Leistungsfähigkeit einhergehen. Diese Beschwerden sind allerdings unspezifisch.

Ein niedriger Testosteronwert lässt sich aus dem persönlichen Gefühl eines Leistungsabfalls nicht ableiten.

Besteht ein entsprechender Verdacht, gehört eine fachgerechte Hormondiagnostik zur möglichen Abklärung.

Diagnostik statt Vermutung

Neben der ausführlichen Besprechung der Beschwerden können Laboruntersuchungen sinnvoll sein. Bei der Diagnostik eines möglichen Hypogonadismus sind korrekt bestimmte morgendliche Testosteronwerte wesentlich; auffällige Werte müssen bestätigt und im klinischen Zusammenhang interpretiert werden. Je nach Befund können weitere hormonelle Untersuchungen erforderlich sein.

Gleichzeitig sollten Stoffwechsel, Begleiterkrankungen, Medikamente und Lebensstil berücksichtigt werden.

Was kann man behandeln?

Das hängt von der Ursache ab. Bewegung, gezieltes Krafttraining, Schlaf, Gewichtsmanagement oder die Behandlung metabolischer und anderer Erkrankungen können wichtige Ansatzpunkte sein.

Eine Testosterontherapie ist dagegen keine allgemeine Methode zur Leistungssteigerung. Sie kommt bei entsprechendem klinischem Bild und gesichertem Testosteronmangel nach individueller ärztlicher Bewertung infrage.

Leistungsfähigkeit ganzheitlich betrachten

Im ANDROPAUSE-ZENTRUM-MÜNCHEN betrachten wir Leistungsabfall nicht ausschließlich als Hormonfrage. Gerade bei Männern ab 50 können Hormone, Stoffwechsel, Muskelgesundheit, Schlaf und psychische Belastungen miteinander verbunden sein.

Die Aufgabe der Diagnostik besteht darin, diese Faktoren zu unterscheiden – und daraus einen individuell sinnvollen Behandlungsweg abzuleiten.