Beschwerden & Symptome

Libidoverlust beim Mann

Wenn das sexuelle Verlangen nachlässt

Sexualität verändert sich im Laufe des Lebens. Wenn das sexuelle Interesse jedoch deutlich zurückgeht oder sich gegenüber früher spürbar verändert, kann dies die eigene Lebensqualität und auch eine Partnerschaft belasten.

Libidoverlust ist dabei keine Diagnose, sondern ein Symptom mit unterschiedlichen möglichen Ursachen.

Sexualität ist mehr als Testosteron

Sexuelles Verlangen wird durch körperliche, psychische und partnerschaftliche Faktoren beeinflusst. Stress, depressive Erkrankungen, Medikamente, chronische Erkrankungen und Veränderungen innerhalb einer Partnerschaft können eine Rolle spielen.

Gleichzeitig gehört die Libido zu den Bereichen, bei denen Testosteron medizinisch tatsächlich besondere Bedeutung besitzt.

Wann sollte man an Testosteron denken?

Verminderte Libido gehört zu den spezifischeren Symptomen eines spät auftretenden Hypogonadismus. Auch Veränderungen spontaner beziehungsweise morgendlicher Erektionen und erektile Dysfunktion können relevante Hinweise sein.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Libidoverlust automatisch Testosteronmangel bedeutet.

Für die Diagnose müssen klinische Beschwerden und wiederholt erniedrigte morgendliche Testosteronwerte zusammenpassen.

Welche Diagnostik kann sinnvoll sein?

Am Anfang steht ein diskretes ärztliches Gespräch. Dabei sollte unterschieden werden, ob tatsächlich das sexuelle Verlangen betroffen ist oder beispielsweise zusätzlich Erektionsprobleme, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen oder andere Veränderungen bestehen.

Bei entsprechendem Verdacht wird Testosteron unter standardisierten Bedingungen bestimmt. Je nach Befund können unter anderem SHBG beziehungsweise berechnetes freies Testosteron sowie LH und FSH zur weiteren Einordnung sinnvoll sein; bei niedrigem sexuellem Verlangen und Hinweisen auf einen sekundären Hypogonadismus kann auch Prolaktin relevant sein.

Behandlung richtet sich nach der Ursache

Eine hormonelle Therapie ist nur eine von mehreren möglichen Behandlungsrichtungen.

Liegt ein gesicherter Hypogonadismus vor, kann eine Testosterontherapie nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung sinnvoll sein. Vor Beginn müssen unter anderem mögliche Kontraindikationen und ein bestehender Kinderwunsch berücksichtigt werden.

Liegt die Ursache dagegen beispielsweise in Medikamenten, psychischen Belastungen oder anderen Erkrankungen, muss die Behandlung dort ansetzen.

Diskrete Beratung im AZM München

Sexuelle Gesundheit gehört zur Männergesundheit. Im ANDROPAUSE-ZENTRUM-MÜNCHEN kann Libidoverlust deshalb offen und diskret angesprochen werden.

Ziel ist eine differenzierte Abklärung – ohne vorschnell alles dem Alter zuzuschreiben und ohne automatisch eine Hormontherapie vorauszusetzen.